Bericht der Badischen-Zeitung

Dienstag, 17. Januar 2006

“Ausbildung und Größe für Fortbestand entscheidend”


Der bisherige Hornberger Kommandant Peter Huber rechnet damit, dass der Feuerwehr ein neues Fahrzeug zugebilligt wird


HERRISCHRIED-HORNBERG (am). Mit zwei Veränderungen an der Spitze geht die Feuerwehr Hornberg ins neue Vereinsjahr. Wie berichtet, gab Abteilungskommandant Peter Huber in der Jahresversammlung nach 15 Amtsjahren seinen Posten an Waldemar Zinn ab. Ebenso lange wirkte Dietmar Neugebauer als Kassier, auch er wünschte eine Ablösung, die sich in Georg Beck fand. Im Versammlungslokal “Jägerstüble” betonte der scheidende Kommandant, dass er der Wehr weiter zur Verfügung stehe.

“Mit hat das Führungsamt immer Spaß gemacht” , sagte Huber mit einem Dank an die Mannschaft. Für die Gesamtwehr Herrischried und für die Gemeinde sprachen Kommandant Christian Dröse und Bürgermeister Christof Berger ihren Dank für die ständige Einsatzbereitschaft und die gute Materialpflege aus. Ein Beweis für letzteres war für sie das Löschfahrzeug, dass nach 35 Einsatzjahren noch gut in Schuss ist. Wie Peter Huber hervorhob, wird die neue Bedarfsplanung aber zeigen, dass für den Standort Hornberg eine Fahrzeug- Neubeschaffung notwendig ist. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wird die Feuerwehrführung in den nächsten sechs Wochen von allen sechs Abteilungen Daten erheben, die zur Grundlage künftiger Beschaffungen und Einsatzpläne werden. Die Frage, ob eine kleine Wehr in Zukunft unter zunehmenden Einsparzwängen noch Bestand hat, hängt nach Einschätzung Hubers auch mit der Ausbildungsbereitschaft und Personalstärke der Wehr zusammen. Zur Feuerwehr Hornberg gehören 16 Mann, die für das große Gebiet mit den Ortsteilen Hornberg, Obergebisbach und Atdorf zuständig sind. Die Mannschaft ist noch nicht mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, doch haben sich Mitglieder bereits für Atemschutzausbildungen gemeldet.


Wahlen und Ehrungen bei der Feuerwehr Hornberg (von links): der neue Abteilungskommandant Waldemar Zinn, Konrad Huber, 40 Jahre aktiv, Meinrad Strittmatter, 25 Jahre aktiv, und Georg Beck, neuer Kassier. (FOTO: ADAM)

Die Teilnahme an den 12 Proben bezeichnete Huber als zufriedenstellend. Der durchschnittliche Probenbesuch lag bei 71 Prozent. An Ausbildungen nahmen Waldemar Zinn (Truppführer) und Stefan Strittmatter (Truppmann) teil. Atemschutzübungen in Rickenbach absolvierten Georg Beck und Waldemar Zinn. Ernennungsurkunden zum Hauptfeuerwehrmann erhielten von Bürgermeister Berger Georg Beck, Josef Waßmer und Waldemar Zinn. Zum Oberfeuerwehrmann wurde Vizekommandant Reinhard Maier befördert, zum Feuerwehrmann Markus Strittmatter.

Beifall gab es für zwei langjährige Mitglieder. Präsente bekamen Konrad Huber, seit 40 Jahren aktiv, und Meinrad Strittmatter, 25 Jahre aktiv. Vor genau 14 906 Tagen, so hatte Peter Huber ausgerechnet, war Konrad Huber der Wehr beigetreten und war später viele Jahre als Gerätewart und guter Probenbesucher ein Vorbild. Beide erhielten eine Gedenktafel. Als beste Probenbesucher wurden Rolf Bächle und Peter Huber geehrt.

Das vergangene Jahr, so bilanzierte Huber, verlief mit nur einem Schwelbrandeinsatz ruhig. Zwei Neuanschaffungen belasteten die Gemeinde nicht, erinnerte Huber. Ein wichtiges Hohlstrahlrohr konnte durch die Spende des “Glöcklefestteams” angeschafft werden, und notwendige neue Hemden für die Mannschaft bezahlte die Abteilung aus eigener Kasse, wofür Berger speziell dankte. Im neuen Jahr wird die Wehr wieder zahlreiche Ordnungsdienste leisten und am 4. März zum Fasnachtsfeuer einladen.