Badische-Zeitung vom Montag, 20.November 2006 - von Werner Probst
17 Schneeeinsätze in drei Tagen gingen
an die Belastungsgrenze
Hinter der
Herrischrieder Gesamtwehr liegt ein ereignisreiches Jahr / Berger hofft auf
Finanzhilfe und gewährt den Löschmännern zwölf Freieintritte fürs Hallenbad
Herrischried - Die Ehrung langjähriger Mitglieder stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Feuerwehr Her rischried. Für 40 Jahre wurden Egon Schneider, Johann Matt und Kurt Gers pachmit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold ausgezeichnet, während Walter Harsch für 25 Jahre Wehrzugehörigkeit das silbernen Abzeichen verliehen bekam. Kreisbrandmeister Thomas Santl überreichte die Abzeichen mit Urkunden des Innenministeriums, auch Bürgermeister Christof Berger und die jeweiligen Abteilungskommandanten gratulierten und überreichten Geschenke.
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| Ausgezeichnet: Für 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden Egon Schneider, Johann Matt und Kurt Gerspach (von links) geehrt. Seit 25 Jahren ist Walter Harsch (rechts) dabei. (FOTO: WERNER PROBST) |
Die Hauptversammlung der
Herrischrieder Gesamtwehr am Samstagabend in der Lochmatthalle stand erstmals
unter der Leitung des neuen Kommandanten Christian Dröse. Er zog in seinem
Rückblick Fazit über ein ereignisreiches Jahr. Zu insgesamt 48 Einsätzen musste
die Wehr ausrücken. 17 Schneeeinsätze innerhalb von drei Tagen forderten die
Wehrmitglieder teilweise bis an die Grenze der Belastbarkeit. Der größte Einsatz
betraf die katholische Kirche St. Zeno in Herrischried. Acht Wehrmitglieder aus
Herrischried, zu denen sich zwei Wehrmänner mit der Drehleiter aus Todtmoos
gesellten, befreiten das Gotteshaus von der enormen Schneelast, nachdem ein
Statiker am Tag zuvor die Kirche wegen Einsturzgefahr hatte sperren lassen.
Während an den folgenden Tagen weitere Einsätze wegen des Hochwassers
erforderlich waren, gab es aber auch mehrere Brandeinsätze. Durch ein schnelles
und gezieltes Eingreifen habe Schlimmeres verhindert werden können, resümierte
der Kommandant.
Mit 565 Einsatzstunden waren dabei die Herrischrieder Wehrmänner gefordert,
während die Abteilung Hogschür mit 207 Einsatzstunden auf den zweiten Platz kam.
Auf insgesamt 104 Aktive kann derzeit das Kommando zurückgreifen. Viel Freizeit
opferten die Wehrleute, um sich für die Feuerwehr in Lehrgängen weiterzubilden.
1059 Stunden brachten Mitglieder für die Weiterbildung auf. Jugendfeuerwehrwart
Andreas Ücker berichtete über eine motivierte Jugendgruppe, die zu 31 Proben
zusammengekommen sei. 28 Jungen und zwei Mädchen sind in der Gruppe integriert.
Bürgermeister Christof Berger gab seiner Freude Ausdruck, dass die Wehr ohne
Unfälle das ereignisreiche Jahr bewältigt habe. Berger bat um Verständnis dafür,
dass die Wunschliste der Feuerwehr für das kommende Haushaltsjahr der Gemeinde
gesamthaft nicht in Erfüllung gehen könne. Er erhofft sich aber finanzielle
Hilfe vom Landkreis beziehungsweise vom Regierungspräsidium. Damit es um die
Fitness der Wehrmänner stets gut bestellt sei, werden sie künftig zwölfmal im
Jahr kostenlos das Hallenbad besuchen dürfen, versprach der Rathauschef.
Kreisbrandmeister Santl dankte Wehr für ihr Engagementund analysierte zum
Abschluss der Versammlung einen tragischen Feuerwehreinsatz in Tübingen. Manfred
Huber vom Görwihler Polizeiposten betonte die gute Zusammenarbeit mit der Wehr.
Ehrenkommandant Eduard Eckert regte die Gründung einer Altersabteilung an, die
am Samstag, 2. Dezember, in der Skihütte erstmals zusammen kommen will. Rainer
Kohlbrennner und Waldemar Zinn wurden in einer Ergänzungswahl in den
Feuerwehrausschuss gewählt. Mit einem Nachtessen wurde die Versammlung
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