Detaillierter Einsatzbericht vom 27. Juli 2006

Lage beim Eintreffen an der Einsatzstelle:
Das Gebäude besteht aus zwei Teilen. An der Ostseite befindet sich das Wohnhaus, an der Westseite ein angebauter Schopf. An diesem Schopf brannte beim Eintreffen auf der Südseite die Sichtschalung ca. bis zur Hälfte in Richtung Wohnhaus. Starke Rauchentwicklung rund um das Gebäude.
Die Befragung der Bewohner ergab, dass weder Menschen noch Tiere im Wohnhaus sind.
Rotes Kreuz teilte mit, dass sie sich um die Bewohner kümmern.

Eingeleitete Massnahmen:
Aufträge wurden an die Fahrzeugführer verteilt, anhand des Anrücken der Fahrzeuge:

1. LF 16 Abteilung Herrischried:
1.1 Sperrung der Strasse von Norden (von Süden her gemäss Notarzt bereits erledigt).
1.2 Brandbekämpfung von Aussen an der Sichtschalung mit Schnellangriff
1.3 Unter Atemschutz Brandbekämpfung im Inneren des Schopfs von der Südseite her.
1.4 Ausleuchten der Einsatzstelle
2. TSF Abteilung Rütte:
2.1 Wasserversorgung vom Hydrant zum LF16 der Abt. Herrischried
3. TLF 16 Abteilung Herrischried:
3.1 Wasserversorgung vom Sägebach in Richtung Einsatzstelle und anschliessender Wasserentnahme von dort.
4. TSF Abteilung Wehrhalden-Grossherrischwand
4.1 Wasserversorgung von der Einsatzstelle in Richtung Sägebach
5. LF8 Abteilung Hogschür
5.1 Wasserversorgung von der Einsatzstelle in Richtung Sägebach in Zusammenarbeit mit Abteilung Wehrhalden-Grossherrischwand.
6. TSF Abteilung Niedergebisbach
6.1 Riegelstellung zum Haus im Ifahr des Hauses auf der Nordseite unter Atemschutz.
7. DLK 23/12 Feuerwehr Todtmoos
7.1 Riegelstellung von oben, falls Brand droht auszubrechen (Standort der DLK auf der Nordseite vor dem Ifahr)
7.2 Ausleuchten der Einsatstelle von oben.
8. LF 16/12:
8.1 Bereitstellung von Sicherungstrupp für Atemschutz
9. SW 1000 Feuewehr Todtmoos
9.1 Zwischen TLF 16 Abteilung Herrischried und der Leitung von Wehrhalden-Grossherrischwand & Hogschür fehlten gem.
Rückmeldung noch ca. 200 mtr. B-Schlauch. SW 1000 bekam den Auftrag diese 200 mtr. zu legen.

Weiterer Einsatzverlauf:
- Nachdem die Aufträge verteilt waren, wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Abschnitt Wasserversorgung und Abschnitt Brandbekämpfung.
- Um 23:31 Uhr konnte Meldung an die Leistelle gegeben werden "Brand unter Kontrolle". Dies, da kein offenes Feuer mehr sichtbar war. Deshalb wurde auf allen Rohren "Wasser halt" gegeben, um einen Überblick zu erhalten.
- Nachdem sich bestätigte, dass das Feuer soweit aus ist, wurde bei der Leistelle die nächstmögliche Wärembildkamera angefordert.
- Desweiteren wurde auf der Westseite des Schopfs die Dachziegel entfernt um nach weiteren Brandnestern zu suchen.
- Nachdem die Wärmebildkamera eingetroffen war, wurde der ganze Schopf von innen und aussen noch nach Brandnestern abgesucht.
- Eine Zwischendecke wurde vorsorglich entfernt, da hier noch etwas "erhöhte Temperaturen" von ca. 30 Grad vorhanden waren.
- Nachdem keine Glutnester mehr zu finden waren, wurde um 00:45 Uhr Befehl "zum Abmarsch fertig" gegeben.
- Zwei anwesende Elektromeister wurden vom Einsatzleiter noch befragt, ob die Photovoltaikanlage auf dem Wohnhaus am morgen, wenn die Sonne wieder scheint Probleme verursachen könnte. Dies wurde mit Nein beantwortet. Besitzer aufgefordert, gleich am
nächsten Tag die Installationsfirma zu verständigen.
- Eine letzte Kontrolle, auch des Wohnhauses zusammen mit dem Eigentümer ergab das die Bewohner der Wohnungen noch in der gleichen Nacht wieder einziehen könne, ohne dass Gefahr besteht.
- Haus an den Eigentümer übergeben.