Bericht der Badischen Zeitung von Werner Probst:

Mittwoch, 02. August 2006

Heli bringt Schwerverletzte nach Basel 

Ein Lkw prallte bei der Schlagsäge gegen einen Audi / Der Zürcher Hubschrauber musste kommen
 

RICKENBACH/HERRISCHRIED.Eine Frau, vermutlich aus dem Raum Neuss, ist gestern Nachmittag bei einem Unfall zwischen Rickenbach und Herrischried schwer verletzt worden. Die Frau saß am Steuer eines Audi A4, der durch den Zusammenprall mit einem Lkw völlig zerstört wurde. Ihre Beifahrerin konnte noch selbst aussteigen. Der Lkw war kurz nach 13 Uhr auf der Kreisstraße zwischen der Schlagsäge und der Abzweigung Altenschwand Richtung Rickenbach gefahren. Der 7,5-Tonner in war der lang gezogenen Rechtskurve nach Einschätzung der Polizei auf nasser Fahrbahn offenbar ins Rutschen gekommen und auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Pkw konnte nicht mehr ausweichen, er wurde nach rechts weggeschleudert und blieb an der steilen Böschung an Bäumen hängen. Der Aufprall war so heftig, dass dem Lastwagen die Vorderachse weggerissen wurde. Der Lkw-Fahrer und die Beifahrerin im Pkw wurden leicht unverletzt, die Fahrerin des in Neuss zugelassenen Personenwagens erlitt schwerste Verletzungen. Zum Unfallort wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften beordert. Die Polizei des Posten Görwihls war vor Ort, die Feuerwehr Herrischried unter Kommandant Christian Dröse und die nachalarmierte Wehr aus Rickenbach sorgten für den Brandschutz und die Sicherung des Personenwagens, während First Responder des DRK, Notarzt und DRK-Retter sich um die Verletzte kümmerten. Da ein aus Basel angeforderter Rettungshubschrauber nicht zur Verfügung stand, musste ein Helikopter aus Zürich den Transport der Verletzten ins Spital nach Basel übernehmen. Bis zur Bergung der beiden Fahrzeuge blieb die Straße mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde über Hottingen umgeleitet. Der Sachschaden wird von der Polizei auf 50 000 Euro geschätzt.



Zu den Aufgaben der Feuerwehr gehörte gestern nach dem Unfall bei der Schlagsäge das Sichern des verunglückten Audi, der die circa 60 Meter hohe Böschung hinunterzurutschen drohte.
(FOTO: WERNER PROBST)