Südkurier vom Dienstag, 21.November 2006 - von Werner Probst
Ehrenzeichen für treue Wehrmänner
Die Ehrung langjähriger Mitglieder der Feuerwehr Herrischried stand im
Mittelpunkt der Hauptversammlung. Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft wurden mit
dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold Egon Schneider, Johann Matt und Kurt Gerspach
ausgezeichnet, während Walter Harsch für seine 25-jährige Wehrzugehörigkeit mit
dem silbernen Abzeichen ausgezeichnet wurde
Herrischried - Während Kreisbrandmeister Thomas Santl die Abzeichen nebst Urkunden des Innenministeriums überreichte, reihten sich auch Bürgermeister Christof Berger und die jeweiligen Abteilungskommandanten in die Reihen der Gratulierenden ein und überreichten Geschenke.
Die Hauptversammlung der Herrischrieder Gesamtwehr am Samstagabend in der Lochmatthalle stand erstmals unter der Leitung des neuen Kommandanten Christian Dröse. Er konnte in seinem Rückblick Fazit ziehen über ein ereignisreiches Jahr. Zu insgesamt 48 Einsätzen musste die Wehr ausrücken.
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Langjährige Feuerwehrmitglieder wurden in der
Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Herrischried geehrt. Im Bild die
Geehrten (vorne von links) Egon Schneider, Johann Matt, Kurt Gerspach,
Walter Harsch. Hinten von links Bürgermeister Christof Berger, Michael
Allgaier, Kreisbrandmeister Thomas Santl, Eugen Gerspach, Thomas Stoll und
Kommandant Christian Dröse. (FOTO: PROBST) |
Die 17 Schneeeinsätze innerhalb von drei Tagen in den verschiedenen Ortsteilen forderten die Wehrmitglieder teilweise bis an die Grenze ihrer Belastungsmöglichkeit. Der größte Einsatz wurde dabei an der katholischen Kirche St. Zeno in Herrischried getätigt. Acht Wehrmitglieder aus Herrischried zu denen sich zwei Wehrmänner mit der Drehleiter aus Todtmoos gesellten, befreiten das Gotteshaus von der enormen Schneelast, nach dem ein Statiker am Tag zuvor die Kirche wegen Einsturzgefahr sperren ließ. Während an den folgenden Tagen weitere Einsätze wegen des Hochwassers getätigt werden mussten, gab es aber auch mehrere Brandeinsätze. Durch das schnelle gezielte Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden, meinte der Kommandant.
Mit 565 Einsatzstunden waren dabei die Herrischrieder Wehrmänner gefordert, während die Abteilung Hogschür mit 207 Einsatzstunden auf den zweiten Platz kam. Auf insgesamt 104 Aktive kann derzeit das Kommando zurückgreifen. Viel Freizeit opferten die Wehrmitglieder, um sich für die Feuerwehr in Lehrgängen weiter zu bilden. 1.059 Stunden brachten Wehrmitglieder für die Weiterbildung auf. Jugendfeuerwehrwart Andreas Ücker konnte über eine motivierte Jugendgruppe berichten, die bislang zu 31 Proben zusammen gekommen sei. 28 Jungen und zwei Mädchen sind in der Gruppe integriert.
Bürgermeister Christof Berger gab seiner Freude Ausdruck, dass die Wehr ohne Unfälle das ereignisreiche Jahr bewältigt habe. Berger bat um Verständnis dafür, dass die Wunschliste der Feuerwehr für das kommende Haushaltsjahr der Gemeinde gesamthaft nicht in Erfüllung gehen könne. Er erhoffe sich aber finanzielle Hilfe vom Landkreis Waldshut beziehungsweise vom Regierungspräsidium Freiburg.
Damit es um die Fitness der Wehrmänner stets gut bestellt sei, werden die Wehrmitglieder künftig zwölf Mal im Jahr kostenlos das Herrischrieder Hallenbad besuchen dürfen, versprach der Rathauschef.
Rainer Kohlbrenner und Waldemar Zinn wurden in einer Ergänzungswahl in den Feuerwehrausschuss gewählt, ehe Kreisbrandmeister Thomas Santl aus Waldshut-Tiengen der Wehr für ihr Engagement dankte und zum Abschluss der Versammlung einen tragischen Feuerwehreinsatz in Tübingen analysierte.
Manfred Huber vom
Görwihler Polizeiposten betonte die gute Zusammenarbeit mit der Wehr,
Ehrenkommandant Eduard Eckert regte die Gründung einer Altersabteilung an, die
am 2. Dezember in der Skihütte erstmals zusammen kommen will. Mit einem
gemeinsamen Nachtessen wurde die Versammlung beschlossen.