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HERRISCHRIED.
Welche Folgen
ein Leck im Kühlsystem der Eishalle haben kann, zeigte am Samstag die von
rund 100 Feuerwehr- und Rotkreuz-Aktiven vor vielen Zuschauern inszenierte
Chemieübung mit dem Umweltzug-West. Bei einem Austritt des hochgiftigen
Ammoniakgases könnte nur mit viel Personal mit Schutzausrüstungen und
guten Hallenkenntnissen die schnelle Versorgung der Verletzten
gewährleistet werden — so das Fazit bei der Abschlussbesprechung.
Der Brand vor rund
einem Monat in einem Wehrer Kindergarten, der vor Eintreffen der Feuerwehr
durch eine Erzieherin mit einem Feuerlöscher gelöscht werden konnte, hat
gezeigt, wie wichtig es ist, dass gerade Personen in pädagogischen
Einrichtungen mit der Handhabung dieser Geräte vertraut sind. Daher war
Herrischrieds Feuerwehrkommandant Christian Dröse auch richtig froh, dass
er schon einen Termin angekündigt hatte, um das Personal von Kindergärten
und Schule in Herrischried fit zu machen für den Ernstfall.
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(FOTO: KARIN STEINEBRUNNER) |
14 Mitarbeiter der pädagogischen Einrichtungen hatten sich auf dem Platz
hinter der Eishalle eingefunden, um mit einem gasbetriebenen
Brand-Simulationsgerät einschließlich verschiedener Aufsätze die Anwendung
von Feuerlöschern zu üben. Einmal pro Jahr bietet die Feuerwehr,
gesponsert von der Sparkassenversicherung, diese Art von Unterweisung
normalerweise an. Im vergangenen Jahr hatten die Bediensteten der
Gemeindeverwaltung an dieser Stelle gestanden, und am 18. Mai beim Tag der
offenen Tür im Rahmen des Forums der Hilfsorganisationen war dieser
Service der gesamten Bevölkerung ganztägig zur Verfügung gestanden.
Wie üblich erklärte der Feuerwehrkommandant auch diesmal zunächst die
verschiedenen Arten von Feuerlöschern und deren optimale Einsatzgebiete.
Er referierte über die unterschiedlichen Brandklassen und fragte
selbstverständlich auch die europaweit geltende Notrufnummer der Feuerwehr
ab. Er machte deutlich, dass es mehrere Faktoren gibt, die ein Feuer am
Leben halten, und dass man nur einen dieser Faktoren ausschalten muss, um
es zu besiegen — etwa dem Feuer den Sauerstoff entziehen.
Ein erstes Aha-Erlebnis erntete Dröse mit der Aussage, dass ein
Feuerlöscher in nur 16 Sekunden leergespritzt ist. Dennoch zeigte sich
dann aber bei den Anwendungen, dass im Schnitt vier Feuerstellen mit einer
Füllung gelöscht werden konnten. Jeder der Anwesenden war gefordert,
mehrfach tätig zu werden. Zuerst wurde ein von Markus Hottinger an der
Gasflasche reguliertes Flächenfeuer bekämpft, danach ein eher punktuell in
die Höhe steigendes wie etwa bei einem brennenden Papierkorb. Sehr
eindrucksvoll war für die Anwesenden die Wucht einer Spraydosenexplosion
sowie die Vorführung der Bekämpfung eines Fettbrandes durch Christian
Dröse. Durch Sauerstoffentzug mittels Abdecken wurde die Flamme in
Sekundenschnelle erstickt, loderte indes wieder auf, nachdem die Abdeckung
entfernt worden war. Durch die noch vorhandene Hitze kam es zur
Selbstentzündung. Völlig entsetzt war die Gruppe über die Größe einer
Stichflamme, die entstand, als das Fett mit Wasser in Berührung kam.
Abschließend machte Dröse nochmals deutlich, dass Flammen sogar mit einer
Synthetikdecke oder einer einfachen Tageszeitung gelöscht werden können,
vorausgesetzt sie schneiden die Luftzufuhr schnell ab.
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